Mit dem analogen Winzling Monotron, begann Korg vor einigen Jahren, die eigene analoge Geschichte neu zu beleben. Kompakt und für jeden erschwinglich, bot der Mini-Synth „echte“ analoge Oszillatoren und Filter, die viele jüngere Musiker zum ersten Mal mit analoger Klangsynthese in Kontakt brachte. Mit der Volca-Serie verfeinerte und erweiterte Korg dieses Konzept und schuf eine kompakte und erschwingliche Geräteserie, die inzwischen sechs Geräte umfasst. Volca Beats, Volca Bass, Volca Keys, Volca FM, Volca Sample und Volca Kick.

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Volca Beats

Das erste Gerät der Serie, ein analoger Drumsynth mit PCM-gesampleten Clap, Claves, Agogo Bell und Crash-Cymbal, hatte bereits alle charakteristischen Features der Volcas: Einen 16-Step-Sequenzer mit Motion Recording aus der Electribe-Familie, MIDI-In, Sync In/Out, Batteriebetrieb und einen eingebauten Lautsprecher im kompakten Format eines Taschenbuchs. Neben dieser Grundausstattung hat jeder Volca eine spezielle Funktion. In diesem Fall ist es ein Stutter-Effekt, mit dem sich Drum-Rolls und andere rhythmische Effekte erzielen lassen.

 

Korg Volca Bass

 

Volca Bass

Der beste Freund des Volca Beat besticht durch ein kraftvolles Filter, das stark an das legendäre Tiefpass-Filter des MS-20 erinnert. Dieser charaktervolle Lowpass formt aus den Sägezahn- oder Rechteckwellen der drei VCOs stramme Bässe, aber auch durchsetzungsfähige Lead-Sounds. Das besondere Feature hier: Die VCOs lassen sich sowohl unisono als auch getrennt ansteuern. Da dann jeder VCO durch eine eigene Sequenzer-Spur angesteuert wird, kann man so auch mehrstimmige Sequenzen oder eine Lead-Stimme über einem Bass-Lauf erzeugen.

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Volca Keys

Auf den ersten Blick hat der Volca Keys viel mit seinem Bass-Geschwister gemeinsam. Auch hier sind drei Oszillatoren am Werk, die allerdings nur Sägezahn-Wellenformen liefern. Hören wir uns das Filter an, entpuppt sich der Volca Keys als ganz eigenständiges Instrument. Sein Filter klingt viel eher wie das 12dB Filter eines Korg 700S und erzeugt einen authentischen Vintage Sound. Die speziellen Features des Volca Keys sind ein Ringmodulator, bei dem Pulswellen benutzt werden, sowie ein Delay Effekt.

 

Volca Sample

Ist das Zeitalter der Sampler nicht vorbei? Keineswegs! Insbesondere wenn es sich um ein solch kompaktes und erschwingliches Exemplar wie den Volca Sample handelt. Bis zu 100 Samples lassen sich in Echtzeit editieren und einsetzen. Eigentlich handelt es sich um einen Sample-Player, denn das Gerät hat keine Eingänge und damit auch keine Möglichkeit, eigene Samples direkt aufzuzeichnen. Stattdessen gelangt das Klangmaterial mittels einer frei verfügbaren Software für Mac, PC und iOS- sowie Android-Devices in das Gerät. Das spezielle Feature des Volca Sample ist sein Frequenz-Isolator, eine Filter-Kombination die zusammen ein Bandpass-Filter ergeben. Ein Reverb-Effekt, der für jeden der 10 Parts einzeln aktiviert werden kann ist ebenfalls mit an Bord. Mehr über den Volca Sample hier …

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Volca FM

Die Volca-Überraschung des letzten Jahres war sicherlich der Volca FM. Wer hätte schon einen DX-7-kompatiblen FM-Synthesizer ausgerechnet von Korg erwartet? Dabei passt ein solches Gerät perfekt in die Serie, erweitert es doch die Klangpalette um eine ganz eigene Syntheseform, die sehr charakteristische Sounds liefert.

Für einen Veteranen der FM Synthese, der seinen DX-7 vor Jahren verkaufte (um es dann natürlich zu bereuen), ist der Volca FM eine sensationell günstige Möglichkeit, die geschätzte Preset-Sammlung wiederzubeleben. Für den Einsteiger dagegen bietet sich die Gelegenheit, mittels der unzähligen Presets, die im Netz zu finden sind, in die Welt der FM-Klänge einzutauchen. Erfreulicherweise hilft die Freeware „Dexed“, den Volca FM mit neuen Klängen zu versorgen und eigene Klangstrukturen zu entwerfen.

Volca Kick M"-20 Resonator

Volca Kick

Der neueste Spross der Volca Familie, stellt das Tiefpass-Filter des MS-20 in den Mittelpunkt. In voller Resonanz betrieben, dient es hier als Klangerzeuger, der zunächst Sinus-förmige Schwingungen erzeugt, die dann mittels Kick-Anteil, Attack, Decay, Bend und Drive nach Belieben geformt werden können.

Die Bandbreite der Sounds reicht von melodischen Sinus-Subbässen über tiefe, lang ausklingende Bassdrums bis zu brutal angezerrten Kicks. Auch beim Volca Kick lassen sich Motion-Sequenzen aufzeichnen sowie Accent und Swing einstellen.

Zu den speziellen Funktionen dieser vielseitigen Bassdrum Maschine gehören die Touch FX Effekt, wie Drumrolls in verschiedenen Tempi, Octave up/down, Bend Reverse oder Slide. Diese können im Touch FX Modus on-the-fly über die Tastatur gesteuert und auch als Motion-Sequenz gespeichert werden.

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